Phytotherapie für Silvester

Ich liebe ja die Phytotherapie, also die Pflanzenheilkunde. Denn irgendwie ist gegen jedes Leiden ein Kraut gewachsen. Auch gegen Ängste hat die Pflanzenwelt einiges zu bieten. Heute zeige ich euch Baldrian und Passionsblume.


Baldrian

Baldrian
 
Baldrian ist ein unglaublich tolles anxiolytisch wirkendes Konzentrationsmittel. Wir kennen ihn als natürliches Schlafmittel.
Wie wirkt Baldrian? Ich hab mir ja vorgenommen, nicht zu lange Texte zu schreiben, daher wirklich nur kurz und knackig, bei Fragen einfach melden.

Wirkstoffe des Baldrians docken an den GABA Rezeptoren an. Jetzt geht es euch wahrscheinlich so wie mir vor ein paar Jahren. Gaba? Ich kenn nur Kaba. GABA steht für Gamma Amino Butter Acid. An die GABA Rezeptoren im Gehirn docken zum Beispiel Barbiturate oder Benzodiazepine, also die Beruhigungsmittel, die klassisch zur Anxiolyse angewandt werden.

Außerdem ist Baldrian ein Antidot, also Gegenmittel zu Koffein. Interessant, oder?


Baldrian muss nur leider unglaublich lange anfluten. Seine Wirkung setzt erst nach 14 Tagen ein und braucht dann etwas, um sich voll zu entfalten. Deshalb hat die Natur vorgesorgt und die Passionsblume mit quasi denselben Wirkstoffen ausgestattet, die nicht so intensiv wirken, aber dafür schneller anfluten. Wer also an Silvester ein entspanntes Tier möchte, der kann versuchen, ihm 2 Wochen lang einen Tee aus Baldrian und Passionsblume zu geben und dann 2 Wochen lang nur Baldrian. Aber, wie bei allen Mitteln, die eingegeben werden, natürlich nur nach Rücksprache mit Tierarzt, Tierheilpraktiker oder anderen fachkundigen Personen. Auch und besonders wegen der Dosierung, die ich genau deswegen hier nicht angebe.


Passionsblume



Eine Frage hätte ich aber an euch. Vom Balrian nutzen wir die Wurzel und wollen hitzeunbeständige Wirkstoffe lösen, von der Passionsblume nutzen wir das Kraut. Wie bereiten wir einen Tee aus diesen beiden Pflanzen vor? Infos dazu habe ich euch im ersten Türchen gegeben.