Im Moment fiebern wir ja alle mehr oder weniger Weihnachten entgegen. Aber kaum haben wir das hinter uns gebracht ist sie da: die Angst der Tierbesitzer vor Silvester. Jedes Jahr aufs Neue nehmen wir uns vor, nächstes Jahr früher nach Lösungen zu suchen, um mit dieser Problemnacht umzugehen.


Die Naturheilkunde hat einige Mittel und Wege gegen Angst und ich lerne auch jedes Jahr neue Dinge kennen, die bei manchen Patienten wirken können. Es gibt bei Angst nicht das Allheilmittel. Was bei dem einen wirkt, ist bei dem anderen wirkungslos. Das liegt auch daran, dass sich Angst unterschiedlich äußern kann. Es gibt Tiere, die ziehen sich zitternd zurück. Andere rennen wild umher, wieder andere bekommen Durchfall und Erbrechen. Jede Art der Angstäußerung verlangt nach einem anderen Mittel. Doch eines haben leider so gut wie alle Mittel gemeinsam. Sie brauchen ein wenig Anflutzeit.


Doch wie behandelt man eigentlich Ängste? Im Akutfall wollen wir Mittel zur Anxiolyse, also zur Lösung oder Beseitigung der Angst. Diese wirken natürlich nur in eben jener Situation und können unter Umständen auch regelrecht lähmend wirken. Acebromazin zum Beispiel haut das Tier zwar weg, sodass es scheinbar nichts mehr mitbekommt, doch leider entspannt es nur die Muskeln. Der Hund kann nicht weg, hört und sieht aber trotzdem alles. Er ist sozusagen gefangen im eigenen Körper.


Auch die Naturheilkunde kennt Mittel zur leichten Anxiolyse, jedoch wäre es schön, wenn wir auch an der Habituation arbeiten könnten. Was bedeutet das? Eigentlich nur, wie wir uns in unserem Umfeld fühlen, ob wir in Ruhe sind, Habituationsstörungen führen zu Angst. Wir Menschen haben zum Beispiel habituiert, dass es an Silvester draußen knallt. Wir erschrecken zwar vielleicht kurz, haben aber keine Angst. Jetzt stellt euch vor, draußen knallt es an einem anderen Tag plötzlich so heftig, wie an Silvester. Auch mitten in der Nacht. Eventuell seid ihr dann auch gerade zu Fuss unterwegs. Klingt beängstigend, oder? Habituation findet im limbischen System, einem Teil unserer Emotionszentrale statt.

In den nächsten Tagen stelle ich euch ein paar naturheilkundliche Mittel vor, die ich gerne einsetze. Ich empfehle euch aber auch, den Blog von Tierarzt Ralph Rückert zu lesen. Der Mann weiß einfach, wovon er spricht :)
http://www.tierarzt-rueckert.de/blog/details.php?Kunde=1489&Modul=3&ID=20543&fbclid=IwAR1GHpWjBpFJff0g_JPMgpPtA76GzDfvH8-pko66VuPDcS8t2gr1gYIm9M0

feuerwerk

Bis morgen