Oft werde ich nach pflanzlichen Hausmitteln für Katzen gefragt und meine Antwort ist immer dieselbe: Gibt es fast keine.Heute will ich euch erklären, warum das so ist.

Katzen sind obligate Fleischfresser. Das heißt, Katzen brauchen dringend Fleisch für ihre Ernährung und können andere Dinge kaum verdauen und verstoffwechseln. Der Hund hingegen ist, da er schon so lange mit dem Menschen lebt und seine Abfälle frisst, mittlerweile ein Allesfresser, der viel mehr verstoffwechseln und verdauen kann.

Die Pflanzenheilkunde arbeitet mit den sekundären Inhaltsstoffen der Pflanzen wie Bitterstoffe, Gerbstoffe, Flavonoide... Bitterstoffe zB schützen durch ihren bitteren Geschmack die Pflanze vor Fraßfeinden. Bitterstoffe regen unter anderem den Speichelfluss und die Verdauungssäfte an. Geben wir einem gesunden Tier Bitterstoffe, dann speichelt es wie blöd. Geben wir einem Tier mit Verdauungsproblemen Bitterstoffe, regen wir die Verdauung und Selbstheilung an.

Diese Stoffe müssen aber verstoffwechselt und ausgeschieden werden. Dafür braucht es ein bestimmtes Enzym in der Leber, die UDP Glucuronosyltransferase. Die Katze hat dieses Enzym nicht.Sie kann also weder Flavonoide noch ätherische Öle noch Alkohol abbauen. Das heißt, die Stoffe sammeln sich an und schädigen dann Leber und Nieren.

Heilpflanzen, Duftlampen und ätherische Öle also bitte von Katzen fernhalten.